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Heinsberg:      
Ein südsauerländisches Grenzdorf, 420 – 450 m über NN., liegt in einem Talkessel am Fuße des Rothaarhauptkammes, im Südosten des Kreises Olpe. Am 13. Februar 1345 erstmals urkundlich als “Heymersberch” erwähnt, zählt das Dorf heute ca. 1200 Einwohner und ist seit dem Jahre 1969 ein Ortsteil der Gemeinde Kirchhundem.
 
Die Rothaarberge im Süden und Osten mit Erhebhungen von 624 m (Lümke) und 673 m (Dreiherrnstein) markierten schon in früheren Zeiten die Grenze zum heutigen Sieger- und Wittgensteiner Land, die oft heiß umstritten war. Im Mittelalter entstanden hier umfangreiche Grenzbefestigungen in Form von Wällen und Hecken, das sogenannte “Kölsche Heck”. Neben der Wasserscheide Rhein und Weser bildete sich hier eine ausgeprägte Kultur- und Sprachraumgrenze – das sächsisch-niederdeutsche zum fränkisch-mitteldeutschen Sprachgebiet – und seit der Reformation eine Konfessionsgrenze.

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Im Mittelpunkt des Dorfes steht die 1767-1774 im Stil des Spätbarock erbaute katholische Pfarrkirche St. Katharina, die heute unter Denkmalschutz steht. Die Pfarrei entstand schon 1628 durch eine Stiftung. Zwei große Brände vernichteten 1796 43 und 1797 weitere 16 Wohn- und Nebengebäude. Im Mittel- und Unterdorf sind noch einige nach der Brandkatastrophe wieder aufgebaute Bauern- und Fachwerkhäuser mit Inschriften, teilweise denkmalgeschützt, vorhanden.
 
Die ca. 23 km2 große Gemarkung ist zum größten Teil bewaldet, überwiegend mit Fichtenkulturen. Neben der Forstwirtschaft ist die Forstpflanzenzucht seit über 100 Jahren ein bedeutender Erwerbszweig. Die landwirtschaftliche Fläche wird vorwiegend als Grünland für die Viehhaltung genutzt. Die Landschaftspflege erhält bei noch wenigen landwirtschaftlichen Betrieben zunehmend größere Bedeutung.
 
Zur weiteren Infrastruktur gehört u.a. ein Kindergarten in Elternträgerschaft, eine Grundschule mit Turnhalle, der Sportplatz mit Sportlerheim, Kinderspielplatz und Erholungsanlage, die Schützenhalle, das Feuerwehrgerätehaus, eine Arztpraxis, ein Lebensmittelgeschäft, die Zweigstellen von Sparkasse und Volksbank, eine Bäckerei mit Café, ein Hotel mit Dorfschänke und Tenne, Privatpensionen und Ferienwohnungen.

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Ein umfangreiches Netz von Wanderwegen, die Nähe zum geplanten Wanderweg “Rothaarsteig”, zum Panoramapark Sauerland, zum Biggesee und der Freilichtühne Elspe oder zur Ginsberger Heide im benachbarten Siegerland erhöht den Freizeit- und Erholungswert des Ortes.
 

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Ca. 15 örtliche Vereine und Gruppen sind das Fundament einer lebendigen Dorfgemeinschaft, kurz “Dorf-AG” genannt. Sie gibt eine eigene Zeitung, das Heinsberger “Kuckucksblatt” heraus und fördert und unterstützt den Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden”. Heinsberg nimmt im Jahr 2000 erstmals am Landeswettbewerb teil, nachdem es auf Kreisebene mehrere Male erfolgreich war.
 

Weitere interessante Beiträge finden Sie in der Chronik des Ortes: “Heinsberg- Ein Dorf im Sauerland”, die 1995 zum Ortsjubiläum erschienen ist. Das umfangreiche Werk ist zu beziehen über die Volksbank Hundem-Lenne – Zweigstelle Heinsberg – und die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem – Zweigstelle Heinsberg.

Im Internet finden Sie zudem einen Artikel über Heinsberg in der deutschsprachigen Wikipedia (siehe hier)